Die ersten 60 Tage

Die ersten 60 Tage - Ein Resumee

Heute ist der 30.9.2017. Zwei Monate sind rum und es ist Zeit ein erstes Resümee von meinem Tiny House Projektjahr zu ziehen. Was soll ich sagen?

Es ist großartig, aufregend, spannend, herausfordernd, super schnell, wie erhofft und frei. Aber es ist auch anstrengend, seeehr langsam, administrativ, teuer und sorgenreich.

Ich arbeite selbstbestimmt an einem Thema das mich begeistert. Das fühlt sich wunderbar an. Jeden einzelnen Tag lerne ich etwas dazu, jeden Tag darf ich Entscheidungen treffen. Ich stehe so früh auf wie nie und arbeite 6 Tage die Woche locker 10 Stunden, meistens mehr. Trotzdem rinnt mir die Zeit durch die Finger und die ToDo-Listen werden immer länger. Da ich noch nicht am Bauen bin und Resultate anfassen und sehen kann, zweifle ich regelmäßig an meinen viel zu kleinen Fortschritten.

Es ist auch anstrengend weil die Herausforderungen andere sind als erwartet. Haha, deshalb sind es wohl Herausforderungen und eben nicht Teil eines Projektplans. Sie sind beispielsweise auch privater und gesundheitlicher Natur, womit ich absolut nicht gerechnet hatte.

Da alles neu ist und ich alles alleine mache, bin ich furchtbar langsam. Jedes Fitzelchen muss ich mühsam lernen. Leider geht das nicht intuitiv wie bei einem Kind, sondern mein Kopf arbeitet die ganze Zeit auf Hochtouren, das macht müde. Auf der einen Seite will und muss ich alles lernen was zum Tiny House planen und bauen gehört und auf der anderen Seite, wie ich Geld verdienen kann.

Ich beschäftige mich damit wie ein Fahrzeuganhänger aufgebaut ist und wie Dämmaterialien funktionieren, wie ich Podcasts produziere oder einen geschützten Bereich auf meiner Homepage einrichte. Ich lerne wann es Sinn macht andere um Hilfe zu fragen und zu entscheiden wieviel persönliches ich ins Internet stelle. Schwächen, die ich schon immer hatte, aber bei einer Arbeit im Team bzw. durch vorgegebene Strukturen ausgeglichen werden, kommen nun skrupellos ans Tageslicht.

Und es ist auch ein bisschen egal, ob man nun vor Aufregung oder aufgrund der langen ToDo-Liste nicht schlafen kann, das Ergebnis ist das selbe. Man sitzt nachts um halb 3 am Küchentisch und schreibt Blogbeiträge. Also zumindest was für meine Leser 😉

Viele Grüße durch die Nacht,

Eure Madeleine

P.S. Wie alles anfing, könnt ihr hier nachlesen.

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